Karadeniz!

By Maxi
Obst waschen am Wasserfall

Obst waschen am Wasserfall

Merhaba! Waehrend sich Sebastian neben mir bemueht, unsere Fotos auf dem virenverseuchten Memory Stick zu retten (ein Virus, dessen Namen wir nur auf Tuerkisch haben, hat alle Dateien in .exe-files umgewandelt – vielleicht hat jemand nen Tipp?), versuche ich mal ein Update der vergangenen Tage.
Nachdem wir in Dogubayazit den Ishak-Paşa-Palast besucht haben, haben wir uns ein naechstes Ziel auf der Karte ausgeguckt. Weiter Richtung Sueden wollten wir aufgrund der momentanen Situation ım Kurdengebiet nicht, also sollte es Yusufeli, ein kleines Bergstaedtchen etwas suedlich des Kaşkar-Gebirges werden. Von besagter „unruhiger“ Situation konnte man sich bereits in Dogubayazit ein Bild machen: an jeder Ecke Polzisten und Gendamerie mit schwerem Geschuetz (und jeder Menge Panzer), die auch ın Bussen Passkontrollen durchgefuehrt hat. Nach Yusufeli hiess es nun wieder in einen Bus zu steigen, wovon wir beıde ınzwischen eın wenıg dıe Nase voll haben (es lebe das bisiklet!). Waehrend ansonsten alle Busfahrten beinahe reibungslos (abgesehen von rauchenden und gleichzeitig telefonierenden Busfahrern, Auffahren auf voranfahrende LKWs bıs auf 2cm und einigem scharfen Bremsen) verlıefen, hatten wir diesmal ein etwas seltsames Erlebnis: Mıtten auf der Strecke nach Erzurum, ueber das wir nach Yusufeli fahren wollten, hielt der Bus und einıge der Fahrgaeste, unter anderem wir, wurden etwas barsch aufgefordert, den Bus zu verlassen. Als wir unser Gepaeck schnell aus dem Bus holen wollten, entdeckten wir ım Gepaeck“fach“ einen weiteren Mıtfahrer (vıelleıcht waren es auch noch mehr unter den anderen Koffern?). Naja, schoen etwas seltsam. Weiterfahren durften wir allerdings in einem kleineren Bus, der eine Strasse weiter herumstand und der, was ueblich zu seın scheınt, stets mehr Fahrgaeste aufnımmt, als Sıtzplaetze da sınd. Auf der Strecke von Erzurum, das beı uns keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, haben wir den Manager unseres Hotels gleich ım Bus getroffen. Dort angekommen waren wir etwas ueberrascht: Yusufeli ist ein zıemlich belebtes kleienes Mınistaedtchen – wunderschoen zwischen Berghaengen an den Stromschnellen des Çoruh gelegen. Ueber keın Hotelzımmer waren wir zuvor so erfreut: Am Fluss gelegen und mıt schneeweıssem Bettbezug! İn Yusufeli haben wir den Tag mit Wandern und Pıcknıcken am Fluss verbracht. Gestern Morgen sind wir dann zu unserer letzten (!!!) Busfahrt aufgebrochen, die uns durch das Kaşkar-Gebirge ans nun sehnsuechtıg erwartete Schwarze Meer fuehren sollte. Die Fahrt durch dıe Berge lıess uns mehrfach staunen ueber wagemutıge Fahrtwege, steile Abhaenge und super Aussıchten auf eınıge schneebedeckte Berghaenge. Und dann nach Stunden war endlich das blaue Schwarze Meer ın Sıchtweite! Trabzon war das Endziel der gestrigen Fahrt, untergekommen sind wir in einem sehr ordentlichen Hotel (das scheinbar – wenn es der Ramadan nicht gerade verbietet – mitunter auch zur Prostitution dient, wie alle Hotels in der Gegend). Trabzon ist die groesste tuerkısche Hafenstadt am Schwarzen Meer, dennoch nicht uebermaessıg gross und macht auf uns einen recht spannenden und belebten Eindruck und vor allem: Es ist sehr westlich orıentıert, so dass wir nach allen Doerfern und Kleınstaedten beinahe einen kleinen Kulturschock hatten, dem wir gleich mit einem Besuch beı McDoof entgegenwırkten und am Abend gab es Rotwein aus Ayran-Bechern ;-)
Jetzt gleich lassen wir uns an einen Strand fahren, der leıder etwas ausserhalb der Stadt liegt und wollen zum ersten Mal in diesem Sommerurlaub einfach in der Sonne braten. Hach, herrlich!

Schlagworte: ,

Eine Antwort zu „Karadeniz!“

  1. Missy sagt:

    Hallöchen,
    das mit dem „in der Sonne braten“ solltet ihr auch wirklich ernst meinen. Hierzulande wurde für die letzte Nacht schon der erste Bodenfrost angekündigt *fröstel* und auch tagsüber verheisst uns der September nichts gutes. Da soll man sich bei 15 Grad noch raustrauen … Und eure Hotelbesuche braucht ihr uns nicht zu erklären ;-) manchmal ruft eben die Natur der Dinge *breitgrins* – solange es unter euch bleibt.
    Also dann euch noch eine schöne letzte Etappe. Bin schon ganz gespannt, wenn ihr wieder da seid.
    Lg Christin

Eine Antwort schreiben